Tamiya 58059 Porsche 959 Restauration/Customizing

Der Tamiya Porsche 959 ist ein reinrassiger Klassiker und ein echtes Liebhaberstück.

Nach langem teile zusammensuchen kann nun die Restauration beginnen.

Einige infos zum Modell:

Karton Design:

Bild aus dem Tamiya Katalog 1986

Video:

Technische Daten:

Modell Nummer : 58059

Erschienen : 29.Oktober.1986

Antriebsart : 4WD über Kardanwelle

Aufhängung : Double Wishbone mit von einander getrennten Dämpfern/Federn

Chassie : ABS Monocoque

Karosse : Lexan

Motortyp : RX-540VZ Technigold

Maßstab : 1:12



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Das Modell ist in einem (für das alter) sehr guten zustand, aber die Zeit ging natürlich nicht spurlos vorbei.


Die Karosserien wurde leider nicht orginal lackiert, der linke Scheinwerfer wurde herausgeschnitten, kleine risse zeigen sich deutlich usw. auch das innenleben hat leider gelitten.

Das Chassie ist gesamt gesehen in besserem zustand als die Karosserie, aber auch hier gibt es den ein oder anderen riss bzw. Materialermüdung. Immerhin ist das gute stück komplett, inclusive des gesuchten Tamiya Technigold 540 VZ Motors 

Eine der schwingen ist leider im bereich der Stoßdämpferaufnahme gerissen.

Das Chassie wurde weiter gestrippt, erstmal alle Metall-parts

Sämtliche Metall-parts sind dann erstmal ins Ultraschallbad gewandert, um sie zu reinigen.

Derweilen konnten die Schrauben am Chassieboden entfernt werden...

..und anschließend die Hinterachse abgezogen werden

Übrig bleibt nun die Vorderachse samt "kleinem" Trägerchassie

Ein interessantes detail der Hinterachse ist, das der Motor nicht wie üblich "festgeschraubt" wird, sonder nur gesteckt wird. Mittels der weißen spacer an vorder/rückseite des Motors wird die montageposition bestimmt. Seinen festen sitz bekommt er dann wenn die Hinterachse mit dem Trägerchassie verschraubt wird (er wird quasi eingeklemmt)

Die Hinterachse ohne Motor

Die Vorderachse bietet ebenfalls ein interessantes detail, nur mittels eines kleinen Aluminiumbleches und einer Schraube wird die Fixierung gegeben. Der feste halt kommt daher das Vorderachse und das Trägerchassie "verzinkt" sind und somit einfach in- und auseinander geschoben werden können

Die Quelenker, Lenkhebel und Antriebswellen wurden ausgebaut, aber außer altem Fett und Schmutz nicht viel zu erkennen. Vor allem die zweiteiligen Kugelpfannen der Lenkhebel sahen schlimm aus

Nach einem Stündchen im Ultraschallbad waren die Metall-part fertig. Noch nicht perfekt, aber besser als vorher

Auch die Lenkung sieht deutlich besser aus, und funktioniert nun auch wieder

Nachdem das vordere Diffgehäuse von Dämpfern, Schwingen und Antriebswellen befreit war, ging es ans begutachten

Glücklicherweise konnt kein riss oder ähnliches festgestellt werden. So machte ich mich an das zerlegen.

Die Eingangswelle des vorderen Diffs wurde entfernt, und begutachtet. Auch hier war kein verschleiß, riss oder sonstige beschädigungen auszumachen

Anschließend wurde das Diffgehäuse geöffnet. Die Zahnräder sind in einwandfreiem zustand, lediglich das über 20 Jahre alte fett trübte den spass etwas.

Alle innereien wurden befreit

Alles wurde gründlich gereinigt, mit neuen Kugellagern bestück und wieder verschraubt (mittels V2A Schrauben)

Nach dem wiedereinbau und polieren der Eingangswelle, das fertige vordere Diffgehäuse

Jetzt war es an der zeit, das erste Highlite zu montieren. Da die orginal Schwingen leider gerissen waren, wurden stattdessen CNC gefräßte zum einsatz gebracht

Nach dem polieren und montieren der Kugelköpfe..

..konnte der einbau folgen

Der vorder Dämpferhalter, wurde ebenfalls aufgefrischt und montiert

Blick auf die fertige Vorderachse

Das hintere getriebe, kam heute an die reihe. Das es schmutziger werden würde als das vordere war mir klar, aber so schlimm hatte ich es mir doch nicht vorgestellt.

Nach und nach wurden die anbauteile entfernt

Bis das nackte Diffgehäuse vor mir lag

Beim öffnen des Gehäuses wurden meine schlimmsten vermutungen dann bestätigt! abgesehen vom alten Fett, jede menge Aluminiumspäne...
Nach eingehender recherche wurde herausgefunden das der ehemalige besitzer das 41Z Hauptzahnrad mit einem 16er statt dem vorgeschriebenen 18er Ritzel gefahren hat. So ist nachzuvollziehen wie es zu übermäßigem verschleiß kommen konnte.

Glücklicherweise stellte sich bei der reinigung dann heraus, das die Zahnräder nicht gelitten hatten. Frisch geputzt und frisch gefettet ging es dann an den wiederzusammenbau. Natürlich wurde auch hier wieder mit V2A verschraubt

Auch die hinteren Schwingen, wurden gegen CNC gefräßte ersetzt

Nach dem reinigen der hinteren Achsträger..

...konnten die Schwingen vormontiert werden, und an des Getriebegehäuse angepasst werden, erstmal nur lose gesteckt.

Die restlichen Metall-Teile des antriebs, befanden sich noch im reinigungsbad, so wurden die neuen Reifen ausgepackt..

...die BBS Alufelgen wurden ebenfalls ausgepackt...

..und montiert

Die vorderen Stoßdämpfer wurden heute zerlegt, sie sind sehr filigran aber superschön gefertig (und das für massenproduktion 1985). Alle teile wurden aus Aluminium ausgeführt und passen perfekt ineinander.

Die Zeit, sand und matsch haben natürlich auch hier ihre spuren hinterlassen. Aber alles im normalen rahmen. Nach dem reinigen sah alles schon wieder besser aus.

Anschließend ging es wieder ans polieren der teile, das ergebnis entschädigt dann noch wieder für den aufwand.

Der zusammenbau, gestaltete sich absolut unkompliziert

Dann wurden die Dämpfer wieder an ihrem bestimmungsort montiert

Die Vorderachse ist nun soweit fertiggestellt, es fehlten nur noch die Karosseriehalter. Diese wurden ebenfalls gereinigt, aufpoliert, und angebaut.

Spasseshalber habe ich die Vorderachse dann mal mit den Rädern bestückt, das ergebniss gefallt mir sehr sehr gut, und man erkennt langsam den style des Porsche´s

TO BE CONTINUED...

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